Sat. Nov 26th, 2022

Im Mittelmeer hat es einen Vorfall zwischen der Türkei und Zypern gegeben. Die türkische Regierung wies ein zyprisches Forschungsschiff an, seinen Standort zu verlassen.

Im Erdgasstreit zwischen der Republik Zypern unter Truthahn ist es am Samstag erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Eine türkische Fregatte soll den Kapitän des Forschungsschiffs “Nautical Geo” per Funk angewiesen haben, seinen Standort südlich der Insel zu verlassen. Mittlerweile ist die “Nautical Geo” zurück nach Larnaka gekehrt, wie zyprische Medien am Sonntag berichteten.

Das Schiff führt im Auftrag der zyprischen Regierung Forschungsarbeiten für den Bau einer Pipeline durch – in einer Meeresregion, die zu Zyperns ausschließlicher Wirtschaftszone (AWZ) gehört.

Türkische Regierung lehnt Erdgassuche durch Zypern ab

Die Türkei erkennt den EU-Staat Zypern und auch dessen AWZ nicht an. Aus ihrer Sicht handelt es sich bei dem Meeresboden um den türkischen Festlandsockel.

Die türkische Regierung lehnt außerdem die Suche nach ab Erdgas oder andere Forschungen durch die zyprische Regierung ab, solange die türkischen Zyprer, die überwiegend in der internationalen nur von Ankara anerkannten Türkischen Republik Nordzypern leben, nicht zustimmen und die Zypernfrage nicht gelöst ist.

Zypern ist seit 1974 geteilt. Im Norden gibt es die Nur von der Türkei anerkannte Türkische Republik Nordzypern. Die gesamte Insel ist seit 2004 EU-Mitglied. Das EU-Recht vergoldet aber nur im Süden.

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