Sat. Nov 26th, 2022

Eine angeforderte Einführung von PCR-Lollitests an Schulen und in Kitas erscheint nach einer Expertenanhörung im Bildungsausschuss des Schweriner Landtags unwahrscheinlich. Sowohl die Linksfraktion als auch die AfD verwiesen hierzu am Donnerstag in Schwerin auf einen Mangel an Laborkapazitäten im Land. “So könnte die Auswertung im Extremfall bis zu 42 Stunden dauern. Dazu kommt, dass ein PCR-Lolli-Pooltest einmal in der Woche nicht den dreimaligen Antigentest ersetzen kann”, sagte die Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Jeannine Rösler.

Die CDU sieht die Einführung dennoch als sinnvoll an, da die Tests im Vergleich zu Antigen-Tests präziser und in der Anwendung angenehmer seien. “Dass vereinbarte Verfahren gleichzeitig mit höherem Aufwand verbunden sein can, ist eine Binse”, kommentierte der bildungspolitische Sprecher Torsten Renz die Aussagen der Linken-Politikerin, die Anhörung sei ein Plädoyer für deren Einführung gewesen.

Aus Sicht der CDU-Fraktion spielt die Landesregierung bei der Nutzung von PCR-Lollitests auf Zeit. „Die Auswertung einer einhellig wohlmeinenden Expertenanhörung wurde heute durch die Linkskoalitionäre um weitere fünf Wochen verschoben – ohne triftigen Grund“, so Renz. Er wirft der Landesregierung vor, abwarten zu wollen, bis sich das Thema im Frühling selbst erledige.

Rösler rief stattdessen dazu auf, die Quarantänemaßnahmen effektiv umzusetzen: „I besser die Hygiene- und Schutzmaßnahmen Umsetzung werden – was die Schulen bereits vorbildlich tun –, desto besser wir haben die Lage im Griff“. Auch hier bestand seltene Einigkeit mit der AfD. Deren schulpolitischer Sprecher Enrico Schult sagte außerdem, er befürworte “weiterhin das regelmäßige Testen im Elternhaus mit Schnelltests, das eine Infektion schon früh erkennt und am ehesten mit der Fürsorgepflicht der Eltern vereinbar ist.”

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