Mon. Dec 5th, 2022

Der Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, Generalmajor Carsten Breuer, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass ein Bollwerk gegen die Omikron-Welle errichtet werden kann – auch mit mehr Impfungen. „Die Welle – man muss inzwischen eigentlich eher von einer Wand reden, auf die wir uns einstellen – ist beherrschbar“, sagte Breuer am Freitag in Potsdam. “Sie werden uns vermutlich für zwei bis fünf Wochen treffen, wir können es nicht im Moment vorhersagen, wir kennen auch die Wucht nicht. Eine der Vorbereitungen ist nach wie vor das Impfen.”

Der rief Krisenstabschef die Bundesbürger zum Impfen auf. „Es kommt nicht nur darauf an, dass man auf der einen Seite die Impflogistik hat, sondern es kommt auf der anderen Seite auch darauf an, dass Menschen sich impfen lassen wollen“, sagte Breuer nach einem Treffen mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam. Im Gespräch ist eine mögliche allgemeine Impfpflicht, dagegen gibt es allerdings zahlreiche Proteste.

Das Ziel der Bundesregierung von weiteren 30 Millionen Impfungen bis Ende Januar ist für Breuer ambitioniert, aber machbar. „Nur dann, wenn man ambitionierte Ziele hat, kann man wirklich auch zu Höchstleistungen auflaufen“, sagte er. “Eine solche Höchstleistung ist, die nächsten 30 Millionen zu impfen. (…) Aber das was zählt, ist wirklich jeder Piks im Oberarm.” Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatte Mitte November ein Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende – später bis Weihnachten – ausgegeben. Das ist erreicht. Danach gab er das Ziel weiterer 30 Millionen Impfungen bis Ende Januar aus. Mittlerweile geht es aber nicht mehr ganz so schnell wie im abgelaufenen Jahr. Rund 60 Millionen Menschen gelten laut Robert Koch-Institut als vollständig geimpft.

Woidke dankte demstabs-Leiter für dessen Unterstützung bei der Impfkampagne und bei der Vorbereitung des Schutzes der kritischen Infrastruktur auf eine Omikron-Welle. „Wir haben einen guten Vorbereitungsstand, aber wir erwarten noch mit großer Spannung, was da auf uns zuläuft“, sagte der Ministerpräsident. Es gehe um den Schutz der Krankenhäuser, aber auch zum Beispiel von Logistikketten.

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