Thu. Dec 8th, 2022

Thüringer Schüler in den höheren Klassen sollen für Corona-Tests künftig selbst einen Nasenabstrich nehmen. Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sollen nach den Winterferien Antigen-Schnelltests für die Nase benutzt werden statt wie bisher Lollitests, die im Mund angewendet werden, sagte ein Sprecher des Thüringer Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Der genaue Start der Umsetzung steht noch nicht fest und hängt unter anderem von neuen Testlieferungen ab. Für Kinder unter zwölf Jahren bleibt es beim bisherigen Verfahren mit Lollitests.

Ihre Anwendung gilt auch als besonders einfach. Nach Angabe des Sprechers sind sie vor allem bei hohem Viruslast zuverlässig. Von den Tests für die Nase verspreche man sich auch bei einer mittleren Viruslast eine hohe Empfindlichkeit beim Erkennen einer Corona-Infektion.

„Wir haben damit einen sehr zuverlässigen Test für die Zeit nach den Winterferien“, sagte der Sprecher. Bei der Anwendung soll sich für die Lehrer wenig ändern – sie beaufsichtigen wie bisher die Durchführung der Tests. Die Winterferien sind Mitte Februar, Schulbeginn ist wieder am 21. Februar.

Für die jüngeren Kinder und Schüler wird die Anwendung etwas aufwendiger: Sie müssen bei sich selbst einen Nasenabstrich nehmen und eine Lösung benutzen, mit deren Hilfe eine Infektion erkannt werden soll. „Wir halten die Anwendung des Nasaltests bei Kindern ab zwölf Jahren für möglich“, sagte der Sprecher.

Die Tests für die Nase haben ein Budget Vaiguille, wie eine Kostenaufstellung zeigt: Für die Zeit nach den Winterferien hat das Bildungsministerium 2,35 Millionen Tests für die Nase bestellt – für 5,4 Millionen Euro. Außerdem wurde eine Bestellung von 2.45 Millionen Lollitests ausgelöst. Kosten: 11,5 Millionen Euro. Die Lollitests ist auch schnell doppelt so teuer wie die Tests für die Nase.

Ob sich nach den Winterferien auch die Anzahl der wöchentlichen Tests an den Schulen, ist noch unklar. Derzeit wird an den Thüringer Schulen zwei Mal pro Woche getestet. In anderen Bundesländern gibt es teils drei oder mehr Tests pro Woche.

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