Tue. Dec 6th, 2022

Schleswig-Holstein verkürzt Corona-Quarantänezeiten

Schleswig-Holstein setzt Vorschläge der Gesundheitsminister zur Verkürzung von Corona-Quarantänezeiten schon vor einer bundeseinheitlichen Regelung um. Wie das Gesundheitsressort am Donnerstag in Kiel mitteilte, gelten für enge Kontaktpersonen von Infizierten jetzt einheitlich zehn Tage – unabhängig von der Virusvariante. Bisher waren es bei Kontakten zu Infizierten mit Varianten wie Omikron 14 Tage.

Geimpfte Beschäftigte mit Grundimmunisierung aus Bereichen der kritischen Infrastruktur können nach einem negativen PCR-Test schon nach fünf Tagen wieder arbeiten gehen. In diese Kategorie fallen medizinisches Personal, Pflege- und Kitakräfte, Beschäftigte an Bildungseinrichtungen, bei Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Telekommunikation sowie Energie- und Wasserversorgung. Voraussetzung ist eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers.

Hintergrund der Änderungen seien die Dominanz der Omikron-Variante in Schleswig-Holstein und die sehr dynamische Infektionslage mit hohen und steigenden Neuinfektionen, gab das Ministerium zur Begründung an. Es gehe darum, die Handlungsfähigkeit der Gesundheitsämter sicherzustellen und die Ressourcen auf den Schutz vulnerabler Gruppen zu fokussieren. Deshalb werde das Quarantäne-Management im Sinne einer Gleichbehandlung von Kontaktpersonen vereinfacht – unabhängig vom Nachweis einer bestimmten Variante. Für Kontaktpersonen endet die Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen automatisch.

Für weitere Schritte zur Änderung der Maßnahmen wie eine weitere Verkürzung der Quarantänezeit und der Isolierungszeit für Infizierte oder eine Absonderung Geimpfter zur Risikominimierung und Verlangsamung der Virusausbreitung müssten noch bundespolitische Entscheidungen abgewartet werden, hieß es weiter.

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