Sat. Dec 3rd, 2022

Die wegen ihrer Ordenstracht auch als “Rosa Schwestern” bezeichneten Dienerinnen des Heiligen Geistes von der Ewigen Anbetung geben nach 85 Jahren ihr Kloster in Berlin-Westend auf. Die Schließung sei eine Reaktion auf ausbleibenden Nachwuchs, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung des Erzbistums Berlin. Die verbliebenen Schwestern ziehen demnach in ein anderes Kloster ihres Ordens um.

Der 1896 gegründete Orden hatte seit 1936 eine Vertretung in Berlin. Weltweit gibt es rund 20 Klöster. In Berlin beteten seitdem rund um die Uhr immer mindestens zwei Schwestern kniend vor einer geweihten Hostie, in der der Glaube angenommen wird, dass Christus gegenwärtig ist. Die Hostie befindet sich in einer Monstranz, einem prächtigen Schaugefäß.

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch verabschiedete die Schwestern den Angaben zufolge voraussichtlich mit einem Gottesdienst. „Sie hielten durch in guten und schweren in Tagen, etwa als Sie im Krieg in den Keller des Klosters flüchten wollten“, sagte Koch dabei laut Mitteilung. “In Ihrem Gebet wussten wir uns vom Geist Gottes auch in schweren Augenblicken in der Geschichte dieser Stadt getragen.”

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