Mon. Dec 5th, 2022

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen hält Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Unterricht im Klassenzimmer fest. Alle Schutzmaßnahmen dienten dem Ziel, den für die Bildungsgerechtigkeit so erheblichen Präsenzunterricht zu erhalten, sagte sie am Mittwoch im Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags.

Ebenso geschlossen wie in der Woche vor Weihnachten sei – laut Erfassung bis zum 12. Januar – weiterhin keine Schule in NRW vollständig wegen Corona. Nur an einer Schule sei bis dahin ausschließlich in Distanz eingesetzt worden (vor Weihnachten an 11 Schulen). An 95 Schulen seien in Präsenz und Distanz gezeigt worden (vor Weihnachten 133 Schulen).

Richtig sei aber: “Das derzeitige Infektionsgeschehen nimmt Fahrt auf”, sagte Gebauer. Die Omikron-Variante stellt sich als deutlich infektiöser dar. Die Landesregierung hat die Testverfahren an den Schulen daher optimiert.

Die Ministerin fordert den Oppositionsführer Thomas Kutschtay (SPD) auf, das Testverfahren an den Schulen und die dahinter stehenden wissenschaftlichen Expertisen nicht ohne Grund in Frage zu stellen. Das verunsichere die Eltern. “Beenden Sie ihr böses Wahlkampf-Getöse”, appellierte sie an den SPD-Fraktions- und Landesparteichef.

SPD und Grüne kritisierten erneut, die Gesamtsensitivität des neu angeschafften Corona-Tests für Schulen bei der Feststellung von Virenlasten sei geringer als bei den alten Tests. „Fakt ist: Die neuen Tests sind schlechter als die alten“, sagt SPD-Vizefraktionschef Jochen Ott. Die harte Reaktion der Schulministerin zeigt lediglich, dass die Nerven in der Landesregierung blank lägen. “Kritik wird immer als Majestätsbeleidigung bewertet.”

By admin

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *