Thu. Dec 8th, 2022

Die Inzidenz bei Geimpften liegt bei 70, die bei Ungeimpften bei 1.100? Laut einem Bericht könnte dieser Unterschied bei den Neuinfektionen wohl doch nicht so drastisch gewesen sein.

Neben Bayern und Hamburg hat einem Bericht auch Mecklenburg-Vorpommern ungenaue Corona-Inzidenzen von Ungeimpften gemeldet. Am 3. Dezember hatte die Landesregierung in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass die Corona-Inzidenz bei Geimpften in dem Bundesland bei 70 und bei Ungeimpften bei über 1.100 Liegen. Wie die “Welt” nun berichtet, wurden zu der Zeit Neuinfizierte mit unbekanntem Impfstatus pausschal zu den Ungeimpften gezählt. Das bestätigte Gesundheitsministerium von Mecklenburg-Vorpommern dem Blatt.

Am 3. Dezember habe es 691 Fälle gegeben, in denen der Impfstatus nicht bekannt war – mehr als die Hälfte aller Neuinfektionen. Nun teilt das Ministerium aber mit, dass mindestens 117 der 691 Fälle bei Geimpften auftraten, mindestens 403 bei Ungeimpften. Der Status der restlichen Infizierten ist weiter unklar.

FDP-Vize forderte Rücktritt Söders

Ab dem 9. Dezember verzichtete das Landesamt für Gesundheit und Soziales darauf, die Inzidenzen getrennt für Geimpfte und Ungeimpfte auszuweisen. Durch die von Mecklenburg-Vorpommern getroffene Zuteilung fiel aber zuvor der Unterschied zwischen den Inzidenzen womöglich höher aus als er tatsächlich war. Schwesig wie auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatten harte Einschränkungen für Ungeimpfte mit diesen Zahlen begründet.

FDP-Vize Wolfgang Kubick hatte vergangene Woche den Rücktritt des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gefordert. „Entweder Markus Söder wollte ein schiefes Bild über die von ungeimpften ausgehenden Infektionsgefahr zeichnen und eine Gruppe von Menschen damit amtlich stigmatisieren – oder er hat seinen Laden nicht im Griff“, sagte Kubicki der „Welt“. Beides sei Grund genug für einen Rücktritt.

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