Thu. Dec 8th, 2022

Sexuelle Belästigung bei Polizei Stuttgart: Landespolizei gründet Anlaufstelle für Betroffene.  Manfred Lucha (l, Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg, und Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg sitzen gemeinsam im Landtag.  Foto: Nicole Eyberger/dpa/Archivbild (Quelle: dpa/Nicole Eyberger)

Manfred Lucha (l, Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg, und Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg sitzen gemeinsam im Landtag. Foto: Nicole Eyberger/dpa/Archivbild (Quelle: Nicole Eyberger/dpa)

Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung zieht die baden-württembergische Landespolizei Konsequenzen. Eine neue Anlaufstelle für Betroffene ist eingerichtet worden.

Nach den Vorwürfen gegen Führungskräfte wegen sexueller Belästigung in der baden-württembergischen Landespolizei ist eine neue Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet worden. Sie soll “ein niederschwellig erreichbares Hilfsangebot für alle Fälle der Polizei” in Baden-Württemberg bieten, die sich mit sexualer Gewalt oder sexueller Belästigung sichtbar machen, teilt die Gewerkschaft der Polizei am Freitag mit.

Die Anlaufstelle wurde demnach zusammen mit dem Bürgerbeauftragten des Landes ins Leben gerufen. “Fälle von sexualer Gewalt und sexualer Belästigung innerhalb der Landespolizei müssen rückhaltlos aufgeklärt werden”, teilt die beiden Stellen mit. Betroffene beschäftigt vor allem externe Anlaufstellen und Hilfsangebote.

Die Angebote des Innenministeriums allein reichen nicht aus, da sie sich innerhalb des hierarchischen Geflechts der Landespolizei befänden. Den Betroffenen werde durch die neue Anlaufstelle absolute Vertraulichkeit geboten.

Eberdingen: Vorwürfe gegen Führungskräfte der Polizei

Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart ermittelt derzeit in zwei Fällen gegen Polizisten in Führungsrollen- einmal gegen einen ehemaligen Ausbilder einer Polizeischule, der sich als Ausbilder systematisch von jungen Polizeischülerinnen genähert haben soll. Er soll bei Festen regelmäßig Kontakt zu angetrunkenen jungen Beamtinnen gesucht haben, teilweise hätten diese die Feier dann mit ihm verlassen.

Seit November sorgt ein weiterer Fall wegen Verdachts der sexuellen Belästigung für Wirbel. Die Staatsanwaltschaft ermittelt dabei gegen einen leitenden Polizisten der baden-württembergischen Polizei. Der Mann soll eine Hauptkommissarin dem Vernehmen nach in einem Videochat mit seinen Vorstellungen sexueller Praktiken belästigt haben.

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