Sat. Nov 26th, 2022

Die Thüringer Krankenhausgesellschaft sieht die Kliniken im Freistaat gut gewappnet für eine mögliche Omikron-Welle mit steigenden Patientenzahlen. Dabei seien Erkenntnisse und Lehren aus den ersten vier Wellen mit übertragen worden, teilte der Vorsitzende Rainer Poniewaß der Deutschen Presse-Agentur mit. Ein Engpassfaktor bleibe aber das Personal, insbesondere in der Pflege. Dies sei durch die zurückliegenden Pandemiewellen stark beansprucht worden.

Durch Quarantäne seien hier weitere Enggässe zu befürchten. Die Kliniken versuchten hier, durch entsprechend abgestimmte Personalkonzepte gegenzuhalten. Daher begrüßt die Landeskrankenhausgesellschaft die Anpassung der Quarantäne-Vorschriften durch die Bundesregierung. Danach könnten sich Mitarbeiter aus der Quarantäne freitesten und damit “risikominimiert” für die Versorgung der Patienten zur Verfügung stehen. Dadurch gelingt eine zusätzliche Entlastung.

In Thüringen können sich Beschäftigte in Kliniken oder Pflegeheimen mit einer Corona-Infektion oder einem entsprechenden Verdacht nach sieben Tagen aus der häuslichen Isolation freitesten. Voraussetzung sind ein negatives PCR-Testergebnis und 48 Stunden ohne Symptom. Die Omikron-Variante des Coronavirus verbreitet sich deutlich schneller als die bisher vorherrschende Delta-Variante. Expert gehen aber von milderen Verläufen aus. In Thüringen wurde zuletzt ein Omikron-Anteil von über 40 Prozent gezählt.

Ob es durch die ab Mitte März vorgesehene einrichtungsbezogene Impfpflicht weitere Personalengpässe geben kann, kann noch nicht zuverlässig abgeschätzt werden. Das sei von Region zu Region und von Klinik zu unterschiedlichen Kliniken, erklärte Poniewaß. Es gebe aber eine hohe Impfbereitschaft beim medizinischen Personal. Poniewaß sprach sich für eine allgemeine Impfpflicht aus – nicht nur aus Gründen der Gleichbehandlung, sonder auch, weil das der effektivste Weg der Pandemiebekämpfung sei, sagte er.

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