Thu. Dec 8th, 2022

Kaum Wechsel bei Polizei in andere Bundesländer

Rheinland-pfälzische Polizisten wechseln nur selten zu einer Dienststelle in ein anderes Bundesland. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor. Demnach verließen im Jahr 2021 von den insgesamt rund 9300 Beamtinnen und Beamten 34 Rheinland-Pfalz, um in einem anderen Bundesland zu arbeiten (Stichtag 30. September).

Den größten Teil davon zog es ins benachbarte Hessen (13), an zweiter Stelle lag der Nachbar Baden-Württemberg (7). Die Zahlen der Vorjahre bewegen sich in einer ähnlichen Größenordnung: 2020 kehrten 36 Polizeibeamte Rheinland-Pfalz den Rücken, 2019 waren es 38 und 2018 wurden 33 Abgänge registriert.

Im Gegenzug wechselten im Jahr 2021 (Stichtag 30. September) 32 Polizistinnen und Polizisten aus einem anderen Bundesland nach Rheinland-Pfalz. Auch hierbei lag Hessen vorn (9 Zugänge), gefolgt von Baden-Württemberg (6). Von der Bundespolizei wurden ebenfalls sechs Zugänge verzeichnet.

Das Innenministerium erklärte, dass eine Versetzung in ein anderes Bundesland oder zur Bundespolizei grundsätzlich nur dann erlaubt werde, wenn eine Tauschpartnerin oder ein Tauschpartner zu einem Wechsel in den rheinland-pfälzischen Polizeidienst bereit sei. Leichte Zahlenabweichungen seien die Folge von Härtefällen wie beispielsweise der Erkrankung eines Familienmitglieds. Über die Gründe für einen Wechsel lägen weder den Polizeibehörden noch dem Innenministerium konkrete Statistiken vor. Die überwiegende Zahl der Wechselwünsche dürfte aber im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie stehen, hieß es.

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