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Iran und die USA: Irans Präsidentengattin Fan von Michelle-Obama-Buch.  Die Biografie der ehemaligen First Lady der USA, Michelle Obama, wurde ein Weltbestseller.

Die Biografie der ehemaligen First Lady der USA, Michelle Obama, wurde ein Weltbestseller. Das findet Nachahmerinnen. Bild: Uncredited/Netflix/AP/dpa. (Was: dpa)

Teheran (dpa) – Die Ehefrau von Irans Präsident Ebrahim Raisi plant ein ähnliches Buch zu schreiben wie das der ehemaligen First Lady aus den USA, Michelle Obama.

„Ich habe vor kurzem das Buch gelesen und fand es sehr schön, aufregend und beeindruckend“, sagte Dschamileh Alamolhoda laut iranischen Medien am Freitag. Daraufhin haben sie ihrem Mann einige Passagen aus dem Buch vorgelesen und der habe ihr dann geraten, ein ähnliches Buch zu schreiben.

Für den Iran sind die USA seit der islamischen Revolution vor fast 43 Jahren der politischen Erzfeind. Genau so lange haben die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen. Daher kamen die positiven Aussagen der Präsidentengattin zu Michelle Obamas Buch, das im Iran mehrfach übersetzt worden ist und zu den Bestsellern gehört, als sehr überraschend.

Keine “Cinderella-Geschichte”

Michelle Obamas Autobiographie erschien am 13. November weltweit zeitgleich. Auf 421 Seiten genau die heute 58 Jahre alte Ehefrau von Ex-Präsident Barack Obama ihren Werdegang – von der Kindheit im rauen Süden Chicagos bis ins Weiße Haus. Das Buch wurde zu einem weltweiten Bestseller.

Ihr Buch soll, anders als das von Obama, keine “Cinderella-Geschichte” von einem normalen Mädchen werden, das es bis zur First Lady der USA geschafft haben. Sie wolle der Welt eine islamische Version davon vorstellen – und den Idealen iranischer Musliminnen. „Die höchste Errungenschaft der islamischen Revolution ist ja das Martyrium“, so die Präsidentengattin. Daher wolle sie sich auch von Frauen, deren Ehemänner den Märtyrertod gestorben seien, inspirieren lassen, so sterben 57-Jährige laut Nachrichtenportal Schafaghna.

Die iranische First Lady ist die Tochter des einflussreichen Klerikers Ahmad Alamolhoda, der in politischen Kreisen als Hardliner aufgenommen wird. Golden Ihr Mann ist ultrakonservativ. Er versucht, den Iran als einen modernen islamischen Staat darzustellen. Seine Frau will sich für Frauenangelegenheiten engagieren, aber alles in einem streng islamischen Rahmen.

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