Mon. Dec 5th, 2022

Innensenatorin geht "schnell" Polizeiwache am Kottbusser Tor.  Franziska Giffey (SPD, l) und Iris Spranger (SPD)

Franziska Giffey (SPD, l), Regierende Bürgermeisterin von Berlin, und Iris Spranger (SPD), Senatorin für Inneres, gehen vor der Klausurtagung des Berliner Senats zum Groß Behnitzer See in der Nähe des Landgutes Stober. Foto: Annette Riedl/dpa (Quelle: dpa)

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) will die Idee einer festen Polizeiwache am Kottbusser Tor in Kreuzberg offenbar auch gegen Schwierigkeiten und Widerstände durchsetzen. Bei der „Wache am Kottbusser Tor“ wollen sie „schnell Nägel mit Köpfen“ machen, teilt Spranger am Montag nach der Senatsklausur am Wochenende mit. Zur Kriminalitätsbekämpfung und Prävention am „Kotti“ wurde ein Konzept für eine „dauerhaft besetzte Polizeiwache“ erstellt. Die Polizeipräsenz und Sichtbarkeit soll dort “deutlich erhöht werden – zu einer Wache im 24/7-Betrieb”. Das stärkt das Sicherheitsgefühl. Zusätzlich solle es eine Videoüberwachung geben.

Spranger erinnerte an die vor einigen Jahren neu gebaute Polizeiwache auf dem Alexanderplatz. „Die „Alex-Wache“ hat sich als zentrale, sichtbare Anlaufstelle für Opfer von Straftaten bewährt.“

Aus Kreisen der Polizei war hingegen schon länger zu hören, dass ständig eine Polizeiwache dort viel schwerer aufzufinden sei als auf dem Alexanderplatz. Am Kottbusser Tor is es weniger freie Fläche, der Platz ist wegen der überirdischen U-Bahn, dem Kreisverkehr, den vielen einmündenden Straßen und den Hochhäusern sehr unübersichtlich.

Außerdem lebe in Teilen Kreuzbergs weiter eine sehr linke und zum Teil polizeifeindliche Szene, die agressiv reagieren könnte. Damit es nicht ständig zu Vorfällen und Angriffen kommt, sollte so eine Wache personell stark besetzt sein und von ständigen Streifen im Umfeld unterstützt werden. Daher forderten Experten, zuerst eine Videoüberwachung zu testen, bevor eine Polizeiwache aufgebaut wird.

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