Mon. Dec 5th, 2022

Keine klaren Positionen und schwere Fehler vor der Wahl – Friedrich Merz hat in einem Interview die Arbeit der CDU in den vergangenen Jahren kritisiert. Er selbst sei nicht der “konservative Knochen von vorgestern”.

Entwurf UDC-Vorsitzender Friedrich Merz hat heftige Kritik am Auftreten seiner Partei in den vergangenen Jahren geübt. „Dass in den letzten Jahren so auf jede klare und auf jede Position verzichtet wurde, zugunsten eines ausschließlich tagespolitisch geländegängigen Regierungshandels, das ist schon etwas, was von vielen an der Basis kritisiert wird“, sagte Merz der „Süddeutschen Zeitung“.

Er monierte auch schwere Fehler im Bundestagswahlkampf im vergangenen Jahr. Ein Jahr vor der Wahl seien noch alle Fragen offen gewesen: “Kein Programm, kein Kandidat, keine Strategie, keine Kommunikation, keine Agentur, nichts.” Das sei “hart am Rande des Selbstmordes” gewesen. “Wir müssen sehen, dass wir intellektuell in diesem Land wieder satisfaktionsfähig werden”, forderte der zukünftige Parteichef weiter.

Greift Merz nach dem Fraktionsvorsitz?

Merz tritt bezüglich seiner politischen Zuordnung entgegen. „Es hat nie gestimmt, dass ich dieser konservative Knochen von vorgestern bin“, sagte er der „SZ“. Auch glaube er “nicht, dass eine Sehnsucht nach der guten alten Zeit existiert”. Allerdings gebe es schon “den Wunsch nach etwas mehr Klarheit in den Sachthemen”.

Einen Griff nach dem Fraktionsvorsitz ließ Merz erneut offen. “Das ist eine Frage, mit der ich mich im Augenblick wirklich nicht beschäftigt.” Amtsinhaber Ralf Brinkhaus hat wiederholt deutlich gemacht, dass er gern Fraktionschef bleiben würde.

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