Mon. Dec 5th, 2022

Die Umweltschutzinitiative Extinction Rebellion hat vor dem Berliner Sitz einer Chemiefirma für mehr Klimaschutz und Artenschutz demonstriert. Einige Demonstranten kletterten am Freitagmorgen auf das Vordach des Gebäudes von Bayer Monsanto an der Müllerstraße in Berlin-Wedding und zeigen transparente, andere blockiert kurzzeitig die Straße. Die Polizei spricht von rund 40 Aktivisten. Alles verlauf friedlich.

Auf Transparenten Stand: „Die Klimakrise ist hier“ und „Gefahrenzone Glyphosat“. Extinction Rebellion forderte in einer Mitteilung: „Wir brauchen einen tiefgreifenden Plan. Das Leben auf diesem Planeten wird durch unsere Agrar- u. Umweltpolitik vernichtet.“ Die Initiative verlangt von der Bundesregierung, gegen Artensterben und die Gefahren für die Ökosysteme vorzugehen.

Der Zeitpunkt des Protestes orientiere sich an der sonst Mitte Januar stattfindenden Grünen Woche, der großen Messe für Ernährungswirtschaft und Landwirtschaft. Wegen der Corona-Pandemie wurde sie abgesagt.

Umweltministerin Steffi Lemke und Agrarminister Cem Özdemir (beide Grüne) hatten vor einigen Tagen eine Neuausrichtung der Landwirtschaft mit mehr Umweltschutz angekündigt. Bis Ostern angekündigte Lemke Eckpunkte für ein “Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz” an. Dazu gehört auch ein “umwelt- und naturverträglicherer” Einsatz von Pestiziden. Bis Ende 2023 will Deutschland das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat vom Markt nehmen.

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