Sat. Nov 26th, 2022

Nach mehr als einem Monat ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg wieder über die 500er-Marke gestiegen. Am Freitag teilt das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit, dass sich in den vergangenen sieben Tagen landesweit 519,4 Menschen i 100.000 Einwohner nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hätten (Stand 16.00 Uhr). Zuletzt hatte der Wert am 8. Dezember über 500 gelegen.

Der Grenzwert ist wichtig, weil bei zweimaligem Überschreiten infolge in den Regionen schärfere Maßnahmen eingeleitet werden. So gelten unter anderem die Städte Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg und Ulm sowie die Landkreise Ravensburg, Biberach, Rastatt, Waldshut und Schwarzwald-Baar, dass ab Samstag Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 5.00 Uhr für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene gelten. Ausnahmen gibt es, wenn triftige Gründe vorliegen – wie Arbeit oder der Besuch von Lebenspartnern. Über 500 liegt die Inzidenz nach Angaben des Landesgesundheitsamtes nun in 24 der 44 Stadt- und Landkreise.

Auch der Protest gegen die Politik zur Eindämmung der Pandemie hält an. So ging etwa in Ulm am Freitagabend wieder Menschen unangemeldet auf die Straße. Zahlen nannten eine Polizeisprecherin zunächst nicht. Die Lage sei ruhig. Gleiches galt für eine angemeldete Démonstration von Medizinstudierenden der Universität Ulm zur Unterstützung der Corona-Maßnahmen.

Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz blieb nach Angaben des Gesundheitsamts bei 3,1. Sie steht für die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Kliniken aufgenommen werden. Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen im Südwesten coulé binnen eines Tages um 6 auf 372. Vor einer Woche waren es 441 Menschen gewesen.

Seit Beginn der Pandemie registrierte das Landesgesundheitsamt 1 113 269 bestätigte Infektionsfälle. Das waren 9824 mehr als am Donnerstag. 13 415 Erkrankte starben laut Mitteilung an oder im mit Sars-CoV-2. Das waren 30 mehr als am Vortag. 967 853 Infizierte gelten nach Schätzungen als genesen, plus 5622.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Omikron-Variante seit der ersten Januarwoche für den Großteil der neuen Infektionsfälle im Südwesten verantwortlich. In der Woche bis zum 9. Januar lag der Anteil der mittels variantenspezifischem PCR-Test untersuchten Proben bei 62 Prozent, wie aus den Daten des Landesgesundheitsamtes hervorgeht. Da sich die Variante schnell ausbreitet, dürfte der aktuelle Anteil bereits deutlich höher sein.

8 043 263 Menschen im Südwesten oder 81,7 Prozent derjenigen, denen eine Impfung empfohlen wird, sind den Angaben vorausgegangen mindestens einmal geimpft. Eine Auffrischimpfung (Booster) hätte 5 151 351 erhalten, was einem Anteil von 52,3 Prozent entspreche.

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