Mon. Dec 5th, 2022

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat erstmals die 1000er Marke übersprungen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde stieg die Zahl der registrierten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montag auf 1055.8. Am Sonntag lag der Wert noch bei 942,5, vor einer Woche bei 659,7.

Auch die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen schnellte in bislang ungekannten Höhen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde wurden 4055 neue Ansteckungen registriert. Das sind noch einmal 214 mehr als beim bisherigen Höchststand vom vergangenen Freitag. Am Sonntag lag die Zahl der registrierten Neuinfektionen bei 894, eine Woche zuvor bei 1898. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen blieb nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 2049.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Montag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 805,8 an, für ganz Deutschland einen Wert von 528,2. Nach den vorliegenden Daten haben sich in der Hansestadt seit Februar 2020 mindestens 177.013 Menschen infiziert. Davon gelten 133.500 nach RKI-Schätzung als genesen.

Die Gesundheitsbehörde betont weiterhin: „Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlichen Fälle und damit auch die tatsächliche Inzidenz höher sind als angegeben.“ Der Grund sei der schnellen Anstieg und das hohe Fallaufkommen, was zu einer teilweise späteren Meldung von Befunden durch die Labore sowie zu einer teilweise verzögerten Bearbeitung einer den übermittelnden Stellen führen.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Montagvormittag (Stand 11.15 Uhr) laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 65 Covid-19-Patienten behandelt, 40 Intensivpatienten mussten demnach invasiv beatmet werden. Die Gesundheitsbehörde hatte die Gesamtzahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken der Hansestadt zuletzt mit Stand Freitag mit 388 angegeben.

Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten i 100.000 Einwohner und Woche, sank über das Wochenende in Hamburg von 6.05 Uhr Freitag auf 5.78 Uhr Montag. Bundesweit sank von 3,23 auf 3,14. Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.

80,3 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind dem RKI berechnet mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 78,1 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung verursacht bisher 43,9 Prozent der Hansestädter.

Bei den Erst- und Zweitimpfungen liegt Hamburg im Ländervergleich weiter auf dem dritten Platz hinter Bremen und dem Saarland. Bei den “Booster”-Impfungen zur Auffrischung hat die Hansestadt Hessen überholt und liegt nun vor Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf dem 11. Platz der 16 Länder.

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