Mon. Dec 5th, 2022

Nach einer Kampagne gegen Antisemitismus hat die Berliner Senatsinnenverwaltung auch eine Plakataktion gegen antimuslimische Übergriffe gestartet. “Hinsehen-Erkennen-Handeln bei antimuslimischen Rassismus”, heißt das Projekt, das am Freitag vorgestellt wurde. „Antimuslimischer Rassismus richtet sich gegen unsere demokratischen Werte und bedroht das friedliche Zusammenleben und die Stabilität unserer Gesellschaft“, teilte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mit.

Ein Plakat der Kampagne zeigt eine Zeichnung von einer Moschee, darüber steht: “Nach dem Freitagsgebet. Direkt bedroht. Jetzt Solidarität zeigen”. Über der Zeichnung von Stühlen und Tischen heißt es: “Zum ersten Mal im Hörsaal. Jemand zieht am Kopftuch. Da gibt es was zu hören.”

Im ersten Teil der von der Senatsinnenverwaltung vorgestellten Kampagne ging es um verdeckten Antisemitismus, der sich etwa in Witzen, Liedern oder Bemerkungen äußerte. Photos zeigt einen Mann, der sich lachend auf die Schenkel haut, einen Sänger vor einem Mikrofon und einen Dozenten oder Lehrer im Unterricht. „Das ist Antisemitismus und kein Witz“ und „Das ist Antisemitismus und kein Reim“ lautet die Überschriften.

Die Kampagnen sollen zeigen, dass Antisemitismus, Rassismus und andere Übergriffe oft auch in kleineren Begebenheiten auftauchen, gegen die vorzeitig eingeschritten werden müssen.

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