Sat. Nov 26th, 2022

Es dürfte eine Feuerprobe für Baerbock gewesen sein: Die Außenministerin hat sich mit ihrem russischen Amtskollegen Lawrow getroffen. Baerbock spricht von “teils fundamentalen Meinungsverschiedenheiten”.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat zum Auftakt ihres Antrittsbesuchs bei Russlands Ressortchef Sergej Lawrow die Bedeutung der Beziehungen beider Länder hervorgehoben. „Mit meiner Reise möchte ich deutlich machen, dass die Beziehungen zu Russland der neuen deutschen Bundesregierung oder auch mir persönlich sehr wichtig sind“, sagte Baerbock am Dienstag im Gästehaus des Moskauer Außenministeriums. “Es gibt keine Alternative zu stabilen Beziehungen zwischen Moskau und Berlin.”

“Grundlegender Teil Meinungsverschiedenheiten”

Aber es gebe auch “teils grundlegende Meinungsverschiedenheiten”, sagte die Ministerin. Sie freuen sich “auf einen ehrlichen und offenen Austausch”. Sie verwies auch auf das grundlegende Interesse an der europäischen Friedensordnung. „Und diese Regeln sind das gemeinsame Fundament“, so Baerbock. “Wir haben keine andere Wahl, als unsere Regeln zu verteidigen.” Gemeinsame Regeln zu finden, sei nur miteinander und nicht gegeneinander möglich.

Baerbock und der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hatten beim Treffen am Montag in Kiew betont, sie wollten eine Wiederbelebung des sogenannten Normandie-Formats bestehend aus einem Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine erreichen. werden.

Baerbock forderte an, dieses Ziel sei auch Gegenstand ihres Gesprächs mit Lawrow. Russland hat an der Grenze zur Ukraine rund 100.000 Soldaten zusammengezogen. Der Westen befürchtet eine Invasion. Die Regierung in Moskau streitet solche Pläne ab. Stattdessen gehe es ihr um Sicherheitsgarantien. So fordert Russland unter anderem eine Zusage der Nato, dass die Ukraine nicht in das transatlantische Militärbündnis aufgenommen WIRD. Dies lehnt die Allianz kategorisch ab.

Baerbock betonte vorab Dialogbereitschaft

Trotz Spannungen hatte Baerbock vor dem Treffen betont, auf einen Dialog mit Moskau setzen zu wollen. “Als neue Bundesregierung wollen wir substanzielle und stabile Beziehungen zu Russland”, so die Grünen-Politikerin. Die Liste der Konfliktthemen sei aber lang. Zentrale Themen sind unter anderem der Konflikt in der Ostukraine, Nordströmung 2 und die angespannten deutsch-russischen Beziehungen. Am Montag hatte Baerbock in Kiew bereits ihren Ukrainische Kollegen Dmytro Kuleba und Präsident Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dabei sicherte Baerbock der ukrainischen Regierung diplomatische Unterstützung zur Lösung der Krise mit Russland zu.

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